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Zoos, Tierparks und Co




Die Aufgaben des modernen Zoos


 

Zoos haben mehr Zulauf als Museen, Theater und Freizeitparks zusammen und dienen heute nicht mehr der reinen Publikumsunterhaltung wie einst die Menagerien. Moderne, wissenschaftlich geführte zoologische Gärten sind naturwissenschaftliche Kulturinstitutionen, die daher bestimmte Hauptziele verfolgen. Diese sind:

 

                1. Erholung (für die Besucher)
                2. Bildung (der Besucher)
                3. Forschung
                4. Natur- und Tierschutz

 

Moderne Zoos von heute betrachten ihre Tiere als eine kostbare Leihgabe der Natur, die daher im Interesse des Naturschutzes ohne kommerziellen Hintergrund gehalten und betreut werden sollen. Die Zoos versuchen ihre 4 Ziele zu erreichen, indem der Besucher die Tiere in nauturnah gestalteten Gehegen erlebt, die dem jeweiligen natürlichen Lebensraum nachempfunden sind. Auf diese Weise werden die Besucher gefordert. Die Zeiten, in denen sie in einer überlegenen Position an dicken Eisengittern stehen und bloß in Käfige "glotzen", sind vorbei. Gehegebeschilderungen und pädagogische Konzepte sollen dafür sorgen, dass die Besucher auch etwas über die verschiedenen Tieraten lernen. Moderne Zoos existieren auch als naturpädagogisches Bildungszentrum und als außerschulischer Lehrort.

 

 

Außerdem betreiben modern geführte Zoos Forschungen bei ihren eigenen Tieren. Gerade im Bereich der Verhaltensbiologie konnten in den letzten Jahren in Zoos Erkenntnisse zu den verschiedensten Tierarten gesammelt werden, wie es im Freiland nie möglich gewesen wäre. Zudem unterstützen Zoos weitere Forschungsprojekte in der freien Wildbahn. Sie setzen sich aktiv für den Natur- und Tierschutz vor Ort in den jeweiligen Herkunftsländern der Tiere ein und sind daher wissenschaftliche Einrichtungen und keine bloße Tierschau mehr, die der reinen Volksbelustigung dient. Zoos sind derzeit an über 200 Schutzprojekten im Freiland beiteiligt und stellen weltweit jährlich etwa 50 Millionen Euro an Spenden, Beiträgen und Subventionen dem Naturschutz zur Verfügung. 

Außerdem tragen Zoos mit Auswilderungsprogrammen dazu bei bestimmte Tierarten, welche im Freiland nahezu ausgerottet wurden, in ihren Herkunftsländern wieder anzusiedeln. Ein Parade-Beispiel hierfür ist die Arterhaltungszucht und Auswilderung der Goldenen Löwenäffchen. Diese kleine Krallenaffenart war Mitte des 20. Jahrhunderts in freier Wildbahn nahezu ausgestorben. Dank dem Engagement der verschiedenen Zoos weltweit leben heute wieder einige 100 Goldene Löwenäffchen im brasilianischen Regenwald. Diese Population geht auf einige Dutzend ausgewilderte Zootiere zurück, die sich im Freiland fortgepflanzt haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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